Lumbale Grenzstrangblockade (Lendenwirbelsäule)

Bei der Blockade des sog. lumbalen Grenzstrangs handelt es sich um eine Infiltration an Nervenknotenpunkte (Ganglien) die dem sympatischen vegetativen (unbewusster "Fluchtnerv") Nervensysthem zugehörig sind. Häufig besteht bei diffusen Lumboischialgien (Rücken- Beinschmerz), die auf weit verbreitete invasive Methoden wie z.b. "epidulare Umflutungen, Facetteninfiltrationen Wurzlblockaden" nicht ausreichend zu Lindern sind eine Aufrechterhaltung des Schmerzes durch das sympatische Nervensystem. Meistens ist dieses Nervensystem, welches sich vor der Lendenwirbelsäule befindet, durch Voroperationen im Bauchraum oder an der Lendenwirbelsäule irritiert. Bei der Infiltration liegt der Patient in Bauchlage, mittels Röntgenkontrolle wird die entsprechende Einstichstelle lokalisiert. Unter örtlicher Betäubung wird dann die Nadel unter Röntgenkontrolle bis vor die Wirbesäule in den Bereich des Grenzstrangs geführt. Dieses Vorgehen wird von den meisten Patienten als sehr wenig schmerzhaft erlebt. Nach Plazierung der Nadel werden dann 5-10 ml örtliches Betäubungsmittel (Procain1%) injeziert. Neben der Schmerzlinderung wird eine angenehme Durchwärmung des Beines empfunden, was auf die vemehrte Durchblutung des Beines zurückzuführen ist.
Hieraus ergeben sich auch die weiteren in der Neuraltherapie nach Huneke beschriebenen Indikationen.

Indikationen für die lumbale Grenzstrangblockade:
Lumbalgie und Lumboischialgie, arterielle Durchblutungsstörungen des Beckens und der Beine, Ulcus cruris, postthrombotisches Syndrom, einseitige Krämpfe der Beine, CRPS (M. Sudeck), Versuch bei Polyneuropathie der Beine und bei "restless legs"-Syndrom.