Facettenverödung oder Facettenkoagulation

Die Facettenverödung ist ein minimalinvasives Verfahren, um dauerhafter die Schmerzen bei arthrotisch veränderten Facettengelenken symptomatisch zu behandeln. Die Indikation ist die Gleiche wie bei den Facetteninfiltrationen. Unter Röntgenkontrolle wird eine dünne Nadel gezielt an die entsprechenden Gelenke plaziert. Nach vorheriger örtlicher Betäubung werden dann die schmerzverursachenden kleinen Nerven der Gelenkkapsel für 60 sec. auf 90 Grad erwärmt (Koagulation bzw. Verödung). Dies führt zu einer längerfristigen Läsion der schmerzverursachenden Nerven ohne jedoch die eigenlichen Spinalnerven welche für die Funktion der Muskeln und Sensilbiltät verantworlich sind zu schädigen. Eine deutliche oder vollständige Linderung der Schmerzsymptomatik kann so für ein halbes bis zwei Jahre erreicht werden.
Das Verfahren kann an allen Wirbelsäulenabschnitten durchgeführt werden. Haupsächlich sind jedoch die LWS und HWS betroffen. Bei Mitbeteiligung des Ileosacralgeleks ist auch hier die Maßnahme anwendbar. Wir führen dieses Verfahren mit einem modernen Gerät der Firma Smith und Nephew durch. Der Eingriff erfolgt ambulant, dauert zwischen 30 und 60 Minuten mit einer anschließenden Ruhephase von ca. zwei Stunden. Nach Visite und Freigabe durch den Arzt können sie die Praxis wieder verlassen. Um die Liegeposition in Bauchlage besser zu tolerieren und zur Vermindeung der psychischen und muskulären Anspannung während des Eingriffs bieten wir Ihnen eine Sedierung durch die ansässige Anästhesiepraxis Drs. Hannes, Schirbeck, Dieterle an.